Langfristige Behandlung der Parkinson-Krankheit – Medikamentenzeit wird im Krankenhaus nicht verpasst und einige der Medikamente gegen Übelkeit und Psychose verdeutlichen das Bild
DER HÄUFIGSTE UND AM HÄUFIGSTEN VERMEIDBARE SCHADEN BEI DER PARKINSON TRITT IM KRANKENHAUS AUF. WENN DER PATIENT AUS EINEM ANDEREN GRUND AUFGENOMMEN WIRD – FRAKTUR, INFEKTION, OPERATION – WERDEN SEINE MEDIKAMENTE AN DIE ÜBLICHEN MEDIKAMENTENZEITEN AUF DER STATION ANGEPASST ODER ER WIRD KOMPLETT ABGESETZT, WEIL ER DIE MEDIKAMENTE NICHT ORALT NEHMEN KANN.
BEI DIESER KRANKHEIT IST DIE MEDIKATIONSZEIT JEDOCH DIE BEHANDLUNG SELBST: DER PATIENT NIMMT MEHRMALS TÄGLICH IN BESTIMMTEN INTERVALLEN MEDIKAMENTE EIN, UND SELBST EINE VERZÖGERUNG VON EINIGEN STUNDEN KANN DAZU FÜHREN, DASS ER BEWEGUNGSUNFÄHIG, NICHT SCHLUCKEN KANN UND FÄLLT; PLÖTZLICHER ABBRUCH VON MEDIKAMENTEN kann zu einem TÖDLICHEN BILD MIT FIEBER, MUSKELSTEIFHEIT und BEWUSSTSEINSÄNDERUNG (verwandtes Protokoll) führen.
DER ZWEITE ENTSCHEIDENDE PUNKT IST DIE WAHL DES MEDIKAMENTS: EINIGE HÄUFIG EINGESETZTE MEDIKAMENTE GEGEN ÜBELKEIT UND UNRUHE BLOCKIEREN DIE WIRKUNG VON DOPAMIN UND KÖNNEN DEN PATIENTEN INNERHALB WENIGER STUNDEN ANS BETT BINDEN; FEHLER TRETEN HÄUFIG AUF, DA DIESE MEDIKAMENTE REFLEXARTIG IN DER NOTAUFNAHME UND AUF DER STATION VERSCHRIEBEN WERDEN.
DER DRITTE PUNKT IST, DASS ES KEINE ZITTERN, SONDERN BEWEGUNGSLOSE SYMPTOME SIND, DIE DIE LEBENSQUALITÄT BESTIMMEN: VERSTOPFUNG, NIEDRIGER BLUTDRUCK BEIM AUFSTEHEN, SCHLAFSTÖRUNGEN, DEPRESSIONEN UND HARNWEGSBESCHWERDEN.
DER VIERTE PUNKT IST, DASS EINIGE MEDIKAMENTE IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN WIE GLÜCKSSPIEL UND EINKAUFEN VERURSACHEN, UND DER PATIENT ERKLÄRT DIES NICHT VON SELBST. ALLE DOSEN SOLLTEN NACH DEM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL VALIDIERT WERDEN.
Sofortmaßnahmen
- DIE MEDIKAMENTENZEIT WIRD IM KRANKENHAUS NICHT VERPASST:
- BEI DIESER ERKRANKUNG IST DIE MEDIKAMENTENZEIT DIE BEHANDLUNG SELBST und der Patient nimmt Medikamente MEHRMALS TÄGLICH, IN BESTIMMTEN INTERVALLEN, → SCHON EINE VERZÖGERUNG VON EINIGEN STUNDEN kann zu UNBEWEGLICHKEIT, SCHLUCKUNFÄHIGKEIT und FALLEN führen.
- WENN DER PATIENT AUS EINEM ANDEREN GRUND (FRAKTUR, INFEKTION, OPERATION) INS KRANKENHAUS EINGELIEFERT WIRD, WIRD DAS MEDIKAMENT AN DIE ÜBLICHEN ZEITEN DER STATION ANGEPASST ODER ABGESETZT, WEIL ER ES NICHT ORALISCH EINNEHMEN KANN, → DER EIGENE ZEITPLAN DES PATIENTEN SOLLTE SCHRIFTLICH EINGETRAGEN UND SO BEIBEHALTEN WERDEN; ES SOLLTE BEWERTET WERDEN, DASS DER PATIENT SEIN EIGENES MEDIKAMENT MITNEHMEN KANN.
- BEI PATIENTEN, DIE ES NICHT ORAL EINNEHMEN KÖNNEN, WIRD DIE BEHANDLUNG NICHT UNTERBROCHEN, DIE NEUROLOGIE WIRD DRINGEND FÜR DEN ALTERNATIVEN WEG KONSULTIERT; DIE PRÄOPERATIVE FASTENZEIT UND DIE POSTOPERATIVE PHASE SOLLTEN IM VORAUS GEPLANT WERDEN.
- PLÖTZLICHER ABBRUCH VON MEDIKAMENTEN kann zu TÖDLICHEM BILD MIT FIEBER, MUSKELSTEIFHEIT und BEWUSSTSEINSÄNDERUNG (relevantes Protokoll) führen.
- MEDIKAMENTE ZU VERMEIDEN:
- DOPAMINBLOCKER UND TYPISCHE ANTIPSIKOTIKA BEI ÜBELKEIT UND MAGENENTLEERUNG KÖNNEN DEN PATIENTEN INNERHALB WENIGER STUNDEN INS BETT BRINGEN; DA DIESE MEDIKAMENTE REFLEXARTIG IM NOTFALL UND IM DIENST VERSCHRIEBEN WERDEN, TRETEN FEHLER HÄUFIG AUF, → SICHERE OPTIONEN BEI ÜBELKEIT UND UNBEHAGEN SOLLTEN IM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL ÜBERPRÜFT WERDEN.
- ES SIND NICHT VIBRATIONEN, DIE DIE LEBENSQUALITÄT BESTIMMEN, SONDERN BEWEGUNGSLOSE SYMPTOME, DIE NICHT ABGEFRAGT WERDEN, DA DAS INTERVIEW SICH AUF DAS ZITTERN KONZENTRIERT:
- VERSTOPFUNG (begann vor Jahren und BEEINTRÄCHTIGT DIE AUFNAHME DES MEDIKAMENTS), BLUTDRUCKABFALL BEIM AUFSTEHEN (DER BLUTDRUCK SOLLTE IM LIEGEN UND STEHEN GEMESSEN WERDEN – HÄUFIGE URSACHE FÜR STÜRZE), SCHLAFSTÖRUNGEN sowie SCHREIEN UND FLATTERN IM SCHLAF, PLÖTZLICHES EINSCHLAFEN TAGSÜBER (sollte im Hinblick auf das Fahren gefragt werden), DEPRESSION und ANGST (verwandte Protokolle), URINWEGSBESCHWERDEN, SABBERN AUS DEM MUND, UNFÄHIGKEIT ZU RIECHEN, SCHMERZEN und SCHLUCKSCHWIERIGKEITEN.
- IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN:
- EINIGE DROGEN FÜHREN ZU GLÜCKSSPIEL, EXZESS, EXZESSVERHALTEN UND GESCHLECHTSVERHALTENSÄNDERUNGEN; DER PATIENT SAGT DAS NICHT VON SELBST UND STELLT DIE VERBINDUNG NICHT HER, → SOLLTE DIREKT UND RELATIV GEFRAGT WERDEN, DA DIE FAMILIE FINANZIELLE UND SOZIALE ZERSTÖRUNG ERLEBEN KÖNNTE.
- WENN HALLUZINATIONEN UND WAHNVORSTELLUNGEN AUFTRETEN, WIRD ZUERST DIE DAZWISCHENURSACHE (Infektion, Dehydrierung, neues Medikament) gesucht und die DOPAMINERGE LAST ÜBERPRÜFT; TYPISCHE ANTIPSYCHOTIKA WERDEN NICHT VERWENDET.
- BEWEGUNG UND PHYSIOTHERAPIE SIND TEIL DER BEHANDLUNG.
- SCHLUCKSCHWIERIGKEITEN und STÜRZE sollten bewertet werden.
- ALLE DOSEN SOLLTEN NACH DEM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL VALIDIERT WERDEN.
| Medikament | Erwachsene | Pädiatrie | Applikationsweg | Dauer |
|---|---|---|---|---|
| DIE MEDIKAMENTENZEIT WIRD IM KRANKENHAUS NICHT VERPASST Das Verpassen der Medikamentengabe im Krankenhaus ist bei dieser Krankheit der häufigste und am leichtesten zu verhindernde Schaden. Auf der Station werden Medikamente zu festgelegten Zeiten verabreicht, und diese Regelung verursacht bei den meisten Arzneimitteln keine Probleme; ein paar Stunden Verzögerung sind unwesentlich. Bei Parkinson-Patienten ist die Situation jedoch anders. Die Wirkung des eingenommenen Medikaments hält nur kurz an und ist nach einem individuellen Zeitplan angepasst; wenn eine Dosis verspätet wird, kann der Patient sich nicht bewegen, das Schlucken wird beeinträchtigt und das Sturzrisiko erhöht sich. Dieses Bild wird auf der Station oft als Verschlechterung der Krankheit fehlinterpretiert. Ein weiteres Problem tritt hinzu: Wenn der Patient aufgrund einer Operation oder Schluckschwierigkeiten nichts oral einnehmen kann, werden die Medikamente vollständig abgesetzt. Ein plötzlicher Abbruch kann zu einem tödlichen Bild mit Fieber und Muskelsteifheit führen. | BEI DIESER KRANKHEIT IST DIE MEDIKATION DER ZEITPUNKT DER BEHANDLUNG: Der Patient nimmt MEHRMALS TÄGLICH in BESTIMMTEN ABSTÄNDEN Medikamente ein, und SCHON EINIGE STUNDEN VERSPÄTUNG KÖNNEN DAZU FÜHREN, DASS ER UNBEWEGLICH WIRD, SCHWIERIGKEITEN BEIM SCHLUCKEN HAT und STÜRZT. WENN DER PATIENT AUS EINEM ANDEREN GRUND EINGELIEFERT WIRD (Bruch, Infektion, Operation), DÜRFEN DIE MEDIKAMENTE NICHT DEN REGULÄREN MEDIKATIONSZEITEN DER STATION ANGEPASST WERDEN. VORGEHENSWEISE: DEN EIGENEN PLAN DES PATIENTEN SCHRIFTLICH ERFASSEN und GENAU BEIBEHALTEN, DIE ERLAUBNIS ÜBERPRÜFEN, DASS DAS MEDIKAMENT AM BETT DES PATIENTEN VERFÜGBAR IST, DEN PLAN IN DEN PFLEGEPLAN EINTRAGEN, DEN FASTEN- UND POSTOPERATIVEN ZEITRAUM VORAB PLANEN. BEI PATIENTEN, DIE NICHT ORAL EINNEHMEN KÖNNEN, WIRD DIE BEHANDLUNG NICHT ABGEBROCHEN; FÜR ALTERNATIVE ANWENDUNGEN WIRD DRINGEND DIE NEUROLOGIE KONSULTIERT. | — | — | Bei jedem Aufenthalt |
| VERMEIDEN SIE BESTIMMTE MEDIKAMENTE — Medikamente gegen Übelkeit und Psychosen Dass Medikamente, die die Wirkung von Dopamin blockieren, reflexartig verschrieben werden, erklärt, warum dieser Fehler so häufig auftritt. Einem Patienten mit Übelkeit ein Mittel gegen Übelkeit zu geben oder einem unruhigen älteren Menschen ein Beruhigungsmittel zu verabreichen, sind übliche und rational erscheinende Entscheidungen; diese Medikamente werden täglich mehrfach in der Notaufnahme und auf der Station verwendet. Ein Teil dieser Medikamente wirkt jedoch, indem er die Dopaminwirkung im Gehirn blockiert und diese Wirkung bei Parkinson-Patienten, wo sie ohnehin bereits vermindert ist, weiter reduziert. Das Ergebnis tritt innerhalb weniger Stunden ein; der Patient wird steif, kann sich nicht mehr bewegen und dieser Zustand kann mehrere Tage andauern. Wenn der Arzt diese Verbindung nicht herstellt, wird die Verschlechterung des Patienten der Krankheit oder dem Anlass zur Aufnahme zugeschrieben. Daher sollte die Diagnose des Patienten vor der Verschreibung eines Medikaments berücksichtigt werden. | EINIGE HÄUFIG VERWENDETE MEDIKAMENTE GEGEN ÜBELKEIT UND MAGENENTLEERUNG SOWIE TYPIISCHE ANTIPSYCHOTIKA BLOCKIEREN DIE DOPAMIN-WIRKUNG UND KÖNNEN DEN PATIENTEN INNERHALB VON STUNDEN ANS BETT FESSSELN: DIE STEIFHEIT NIMMT ZU, DIE BEWEGUNG VERRINGERT SICH UND DAS BILD KANN TAGELANG ANHALTEN. DA DIESE MEDIKAMENTE REFLEXSARTIG IN DER NOTAUFNAHME UND AUF DER STATION VERORDNET WERDEN, TRETTEN FEHLER HÄUFIG AUF. REGEL: BEI PARKINSON-PATIENTEN SOLLTE VOR DER VERORDNUNG VON MEDIKAMENTEN GEGEN ÜBELKEIT, UNRUHE ODER HALLUZINATIONEN NACH DIESEN WIRKUNGEN GEFRAGT WERDEN. SICHERE OPTIONEN UND DIE NAMEN DER ZU VERMEIDENDEN MEDIKAMENTE MÜSSEN AUS DEM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL ÜBERPRÜFT WERDEN. DER PATIENT UND DIE ANGEHÖRIGEN MÜSSEN DARÜBER INFORMIERT WERDEN; EINE TRAGBARE INFORMATIONSKARTE SOLLTE EMPFOHLEN WERDEN. | — | — | Bei jeder Medikamentenentscheidung |
| NICHT-MOTORISCHE SYMPTOME — diese bestimmen die Lebensqualität Dass die Lebensqualität eher durch nicht-motorische Symptome als durch das Zittern bestimmt wird, zeigt, worauf sich die Überwachung konzentrieren sollte. Diese Krankheit wird von außen an Zittern und Verlangsamung erkannt; Patient und Angehörige berichten ebenfalls darüber, und das Gespräch konzentriert sich natürlicherweise darauf. Doch das, was den Alltag des Patienten am meisten erschwert, ist oft etwas anderes: jahrelange Verstopfung, Verdunkelung des Sehens beim Aufstehen, nächtliches Aufwachen mit Schreien, ständige Müdigkeit und Niedergeschlagenheit. Der Patient betrachtet dies nicht als Teil seiner Krankheit; er sieht es als separate Probleme oder führt es auf das Alter zurück und erwähnt es daher nicht von sich aus. Wenn man fragt, treten sie zutage, und ein großer Teil kann behandelt werden. Verstopfung ist zudem besonders wichtig, da sie die Aufnahme des Medikaments stört und die Wirksamkeit der Behandlung verringert. | SYMPTOME, DIE IM GESPRÄCH NICHT ERWÄHNT WERDEN, DA DER FOKUS AUF DEM ZITTERN LIEGT, ABER DIE DIE LEBENSQUALITÄT MEHR BEINFLUSSEN ALS DAS ZITTERN: VERSTOPFUNG, BLUTDRUCKABFALL BEIM AUFSTEHEN, SCHLAFSTÖRUNGEN, PLÖTZLICHES EINSCHLAFEN AM TAG, DEPRESSION UND ANGST (entsprechende Protokolle), HARNBESCHWERDEN UND HÄUFIGES URINIEREN IN DER NACHT, SPEICHELFLUSS AUS DEM MUND, GERUCHSVERLUST, SCHMERZEN, SCHWIERIGKEITEN BEIM SCHLUCKEN UND GEWICHTSVERLUST. DIES SOLLTE BEI JEDER KONTROLLE EINZELN ERFRAGT WERDEN, DA PATIENTEN DIESE MIT IHRER ERKRANKUNG NICHT IN VERBINDUNG BRINGEN UND NICHT VON SELBST ANSPRECHEN. VERSTOPFUNG IST BESONDERS WICHTIG, DA SIE DIE AUFNAHME DES MEDIKAMENTS STÖRT UND SEINE WIRKUNG VERMINDERT. PLÖTZLICHES EINSCHLAFEN AM TAG SOLLTE AUCH IM HINBLICK AUF DAS FAHREN VON FAHRZEUGEN ERFRAGT WERDEN. | — | — | Bei jeder Kontrolle |
| BLUTDRUCKABFALL BEIM AUFSTEHEN Wenn der Blutdruck nur im Sitzen gemessen wird, bleibt die am häufigsten korrigierbare Ursache für Stürze unsichtbar. In der Poliklinik wird der Blutdruck gemessen, während der Patient sitzt, und als normal befunden; es wird normal notiert. Doch bei diesen Patienten tritt das Problem erst beim Aufstehen auf; der Blutdruck fällt und das Gehirn wird einige Sekunden nicht ausreichend durchblutet. Der Patient beschreibt dies nicht als Schwindel, sondern als verdunkelte Augen oder Schwanken, manchmal kommt er auch nur mit einer Sturzerzählung. Wenn Stürze im Alter als normal angesehen werden, wird niemals nach der Ursache gesucht. Die Messung im Liegen und Stehen zeigt dieses Bild in wenigen Minuten. Außerdem können die vom Patienten eingenommenen Blutdruckmedikamente diesen Zustand verschärfen und sollten überprüft werden. | BLUTDRUCKABFALL BEIM AUFSTEHEN IST BEI DIESER KRANKHEIT HÄUFIG und die Hauptursache für STÜRZE; er resultiert sowohl aus DER KRANKHEIT selbst als auch aus DEN EINGESETZTEN MEDIKAMENTEN. DER BLUTDRUCK SOLLTE LIEGEND und STEHEND GEMESSEN WERDEN; NUR IM SITZEN GEMESSEN VERBERGT DAS ERGEBNIS DAS BILD. DER PATIENT KANN NICHT 'SCHWUMMERN' SAGEN; er kann sagen 'MEINE AUGEN WERDEN DUNKEL', 'ICH WABBLE WENN ICH AUFSTEHE' oder es kann nur GESCHICHTEN VON STÜRZEN GEBEN. ZU ÜBERPRÜFEN SIND: BLUTDRUCKMEDIKAMENTE und WASSERTREIBER (wenn unnötig, Dosis reduzieren), FLÜSSIGKEITS- und SALZZUFUHR, LANGSAM AUFSTEHEN, ERHÖHTES KOPFENDE DES BETTES, KRAMPFADERNSTRÜMPFE. MEDIKAMENTENOPTIONEN UND ANPASSUNGEN MÜSSEN VOM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL BESTÄTIGT WERDEN | — | — | Bei jeder Kontrolle |
| IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN — werden direkt gefragt Tic-Störungen sollten direkt abgefragt werden, da die Verbindung zwischen Patient und Arzt nicht von selbst hergestellt wird. Wenn der Patient zu spielen beginnt oder unkontrolliert Geld ausgibt, sieht er dies nicht als Krankheitssymptom, sondern zählt es als persönliche Schwäche und schämt sich. Da der Grund für den Arztbesuch Zittern und Gehen ist, hält er es auch für unnötig, dieses Thema anzusprechen. Die Situation der Familie ist anders; normalerweise bemerken sie das Problem, aber da sie es nicht mit der Krankheit in Verbindung bringen, erzählen sie es nicht dem Arzt, sondern einander. In der Zwischenzeit können die Ersparnisse aufgebraucht werden und die Familie kann auseinanderfallen. Doch das Bild verbessert sich oft durch eine Anpassung der Medikamente. Deshalb sollte die Frage klar gestellt und nach Möglichkeit auch von nahestehenden Personen Informationen eingeholt werden. | EINIGE PARKINSON-MEDIKAMENTE FÜHREN ZU IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN: SPIELEN, ÜBERMÄSSIGES EINKAUFEN, ÜBERMÄSSIGES ESSEN, SEXUELLE VERHALTENSÄNDERUNGEN UND SINNLOSE WIEDERHOLENDE AKTIVITÄTEN. DER PATIENT WIRD DIES NICHT SELBST ERZÄHLEN, DA ER SICH SOWOHL SCHÄMT ALS AUCH DEN ZUSAMMENHANG MIT DEM MEDIKAMENT NICHT HERSTELLT → BEI JEDER KONTROLLE DIREKT FRAGEN und WENN MÖGLICH AUCH NAHESTEHENDEN FRAGEN: 'HATTEN SIE IN LETZTER ZEIT EIN UNGEWÖHNLICHES INTERESSE AN EINKÄUFEN, SPIELEN ODER GLÜCKSSPIELEN?', 'HAT IHRE FAMILIE SICH ÜBER IHRE AUSGABEN BESCHWERT?' DIE FOLGEN KÖNNEN ERNST SEIN: FINANZIELLE ZERSTÖRUNG, VERSCHULDUNG, STÖRUNG DER FAMILIÄREN BEZIEHUNGEN. DAS BILD NORMALERWEISE BESSERT SICH MIT MEDIKAMENTEINSTELLUNG, ABER DIE ANPASSUNG LIEGT BEIM FACHARZT; DER PATIENT SOLLTE DAS MEDIKAMENT NICHT SELBST ABSETZEN. | — | — | Bei jeder Kontrolle |
| HALLUZINATIONEN und WAHN — zuerst wird nach dem Grund gesucht Wenn Halluzinationen auftreten, sollte zuerst der zwischengeschaltete Grund gesucht werden, was sowohl vor unnötigen Medikamenten als auch Verschlechterung schützt. Wenn Verwandte sagen, dass der Patient Dinge sieht, die nicht existieren, gilt das Bild als Fortschreiten der Krankheit und ein Antipsychotikum kommt ins Spiel. Bei diesen Patienten werden Halluzinationen jedoch meist durch einfache zwischengeschaltete Ursachen ausgelöst; eine Harnwegsinfektion, Verstopfung, Dehydration oder ein neu hinzugefügtes Medikament reichen aus. Wenn dieser Grund gefunden und korrigiert wird, bessert sich das Bild. Die direkte Gabe von Antipsychotika birgt hingegen zwei Risiken gleichzeitig: der Grund wird nicht gesucht und wenn das gewählte Medikament die Dopaminwirkung blockiert, verschlimmern sich die Bewegungsstörungen des Patienten deutlich. Daher ist die Reihenfolge wichtig. | WENN HALLUZINATIONEN und WAHN AUFTRETEN, IST DER ERSTE SCHRITT NICHT, ANTIPSYCHOTIKA VORZUSCHREIBEN. ZUERST WIRD DER ZWISCHENGESCHALTETE GRUND GESUCHT: INFEKTION (besonders Harnwegsinfektion), DEHYDRATION, VERSTOPFUNG und UNFÄHIGKEIT ZU URINIEREN, SCHMERZEN, NEU HINZUGEFÜGTE MEDIKAMENTE und SCHLAFLOSIGKEIT (relevantes Protokoll). DANACH WIRD DIE DOPAMINERGIE LAST ÜBERPRÜFT und BEI BEDARF NACH ENTSCHEIDUNG EINES SPEZIALISTEN REDUZIERT. TYPISCHE ANTIPSYCHOTIKA WERDEN NICHT VERWENDET, da sie BEWEGUNGSSTÖRUNGEN VERSCHLIMMERN; DIE OPTIONEN SIND BEGRENZT und DIE ENTSCHEIDUNG LIEGT BEIM NEUROLOGEN. ZUSÄTZLICH SOLLTE EINE DEMENZ ERWOGEN WERDEN (relevantes Protokoll). SEHSTÖRUNGEN und HÖRVERLUST SOLLTEN BEHOBEN werden, DIE BELEUCHTUNG DER UMGEBUNG SOLLTE VERBESSERT werden. MEDIKAMENTENNAMEN SOLLTEN AUS DEM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL ÜBERPRÜFT WERDEN. | — | — | Bei jeder Meldung von Halluzinationen |
| BEWEGUNG, STÜRZE und SCHLUCKEN Schluckstörungen sollten erfragt werden, da dieses Symptom still verlaufen kann. Der Patient kann nicht berichten, dass er ein Problem beim Schlucken hat; da es nicht immer zu Verstopfungen oder Husten kommt und die abnehmende Schluckkraft sich langsam entwickelt. In dieser Zeit gelangt ein kleiner Teil der Nahrung in die Luftröhre und da der Hustenreflex abgeschwächt ist, wird dieses Eindringen nicht bemerkt. Das Ergebnis sind wiederkehrende Lungeninfektionen, die bei diesen Patienten eine der Haupttodesursachen darstellen. Daher sollte das Schlucken direkt erfragt werden, ob die Essensdauer verlängert ist, ob es beim Schlucken von Flüssigkeiten Probleme gibt und ob im letzten Jahr eine Lungeninfektion aufgetreten ist. | Übung und Physiotherapie sind Teil der Behandlung und sollten vom Frühstadium an empfohlen werden; Gleichgewicht-, Geh- und Kraftübungen sowie Sprachtherapie sind nützlich. Stürze sollten bewertet werden: Freezing (Füße kleben beim Gehen auf dem Boden, besonders beim Drehen, Durchgehen von Türen und in engem Raum), Blutdruckabfall beim Aufstehen, Sehprobleme, Hindernisse im Haus und ungeeignetes Schuhwerk. Schluckstörungen müssen erfragt werden, da sie still verlaufen können und zu einer Aspiration in die Lunge führen (relevantes Protokoll); Husten, Essen bleibt hängen, verlängerte Essensdauer und wiederkehrende Lungeninfektionen sollten hinterfragt werden. Gewicht, Ernährung und Knochengesundheit sollten überwacht werden. | — | — | Im Verlauf der Überwachung |
Alternative
- Medikamenteninduzierter Parkinsonismus ist das am häufigsten verwechslte Bild und erfordert eine Medikamentenanamnese.
- Essentieller Tremor ist eine häufige Ursache für Zittern und wird anders behandelt.
- Vaskulärer Parkinsonismus ist im Unterkörper deutlich ausgeprägt (relevantes Protokoll).
- Normaldruckhydrozephalus geht mit Geh- und Harnproblemen einher.
- Lewy-Körper-Demenz zeigt sich mit frühzeitigem Vorhandensein von Halluzinationen und kognitiven Schwankungen.
- Atypische Parkinsonismen führen früh zu Stürzen und Augenbewegungsstörungen.
- Depression kann mit Verlangsamung und Antriebslosigkeit verwechselt werden (relevantes Protokoll).
- Hypothyreose verursacht Verlangsamung (relevantes Protokoll).
- Zervikale Myelopathie führt zu Gangstörungen.
- Ein Vitamin-B12-Mangel sollte bewertet werden.
Warnzeichen
- ANPASSUNG DER MEDIKAMENTENZEIT AN DIE VERSORGUNGSANORDNUNG IM KRANKENHAUS, → MEDIKAMENTE ZU FESTGELEGTEN ZEITEN AUF DER STATION VERTEILT WERDEN UND DIESE ANORDNUNG FÜR DIE MEISTEN MEDIKAMENTE KEINE PROBLEME VERURSACHT; Im Fall der Parkinson-Krankheit ist die Wirkung des Medikaments KURZLEBIG UND NACH EINEM PERSONALISIERTEN ZEITPLAN ANGEPASST, → WENN EINE DOSIS VERZÖGERT WIRD, DER PATIENT SICH NICHT MEHR BEWEGEN KANN, SEIN SCHLUCKEN BEEINTRÄCHTIGT IST und das STURZRISIKO STEIGT; DIESES BILD WIRD FÄLSCHLICHERWEISE FÜR EINE VERSCHLECHTERUNG DER KRANKHEIT AUF DER STATION GEHALTEN.
- EIN VOLLSTÄNDIGES ABSETZEN DES MEDIKAMENTS → PLÖTZLICHES ABSETZEN BEI EINEM PATIENTEN, DER ES NICHT ORAL EINNEHMEN KANN, KANN ZU EINEM TÖDLICHEN BILD MIT FIEBER UND MUSKELSTEIFHEIT FÜHREN (→ DIE BEHANDLUNG NICHT UNTERBROCHEN WIRD, WIRD DIE NEUROLOGIE SOFORT FÜR EINE ALTERNATIVE MÖGLICHKEIT KONSULTIERT.
- ICH PLANE NICHT DIE PRÄOPERATIVE FASTEN- UND POSTOPERATIVEN PHASE.
- VERSCHREIBUNG VON ANTIDOPAMINMEDIKAMENTEN GEGEN ÜBELKEIT und UNRUHE →Die Verabreichung von Übelkeitsmedikamenten an Menschen mit Übelkeit und Beruhigungsmittel an unruhige ältere Menschen sind ÜBLICHE und RICHTIGE Entscheidungen und diese Medikamente werden MEHRMALS TÄGLICH IM NOTFALL EINGESETZT; EINIGE DAVON WIRKEN JEDOCH, INDEM SIE DIE WIRKUNG VON DOPAMIN IM GEHIRN HEMMEN UND DIE BEREITS FEHLENDE WIRKUNG DIESER KRANKHEIT WEITER VERRINGERN, → DER PATIENT INNERHALB WENIGER STUNDEN STEIF WIRD, SICH BEWEGUNGSUNFÄHIG UND DAS BILD TAGELANG ANDAUERN KANN; Wenn der Arzt den Zusammenhang nicht herstellt, wird DIE VERSCHLECHTERUNG AUF DIE KRANKHEIT oder die URSACHE DES KRANKENHAUSAUFENTHALTS zurückgeführt.
- Verwendung von TYPISCHEN ANTIPSYCHOTIKA.
- Die Dinge, DIE IM ALLTAG DES PATIENTEN AM → HERAUSFORDERUNG SIND, sind oft anders: Verstopfung, die seit Jahren andauert, VERDUNKELUNG DER AUGEN BEIM AUFSTEHEN, NACHTS SCHREIEND AUFWACHEN, STÄNDIGE MÜDIGKEIT UND DEPRESSION, → DIESE NICHT ALS TEIL SEINER KRANKHEIT BETRACHTET, sieht sie als separate Probleme oder SCHREIBT SIE DEM ALTER zu und ERKLÄRT SIE NICHT SELBST.
- DAS IGNORIEREN VON VERSTOPFUNG VERRINGERT → DIE WIRKUNG DER BEHANDLUNG, INDEM SIE DIE AUFNAHME DES MEDIKAMENTS STÖRT.
- DAS MESSEN DES BLUTDRUCKS NUR IM SITZEN → WIRD IN DER AMBULANTEN KLINIK ALS NORMAL EINGESTUFT UND NORMAL ERFASST; Das Problem entsteht jedoch, sobald man AUFSTEHT, → der Patient beschreibt es als "MEINE AUGEN VERDUNKELN SICH" oder "ICH SCHWANKE", nicht als Schwindel, manchmal geht es NUR MIT EINER GESCHICHTE DES STURZES einher, und WARUM WIRD ES NIE GESUCHT, WENN FALLEN IM ALTER ALS NORMAL GILT?
- VERSÄUMNIS, BLUTDRUCKMEDIKAMENTE ZU ÜBERPRÜFEN, DIE ZUM STURZ BEITRAGEN.
- ICH VERLANGE NICHT, DASS ICH TAGSÜBER PLÖTZLICH EINSCHLÄFT UND FAHRE.
- NICHTS NACH IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN FRAGEN → wenn der Patient zu spielen beginnt, sieht er dies nicht als Krankheitsanzeichen; er betrachtet es als persönliche Schwäche und schämt sich, außerdem hält er das Ansprechen des Themas für unnötig, da der Arztbesuch wegen ZITTERN und GEHEN erfolgt → die Familie BEMERKT DAS PROBLEM, aber da sie dies nicht mit der KRANKHEIT IN VERBINDUNG BRINGEN, erzählen sie es einander und nicht dem Arzt; inzwischen KÖNNEN ERSPARNISSE AUFGERAUFT werden und die FAMILIE KÖNNTE SICH AUFLÖSEN. Das Bild BESSERT SICH MEISTEN MIT EINER MEDIKAMENTENANPASSUNG.
- DIREKTE VERABREICHUNG VON ANTIPSYCHOTIKA bei WAHN → TRÄGT ZWEI RISIKEN GLEICHZEITIG: ES WIRD KEIN URSACHE NACHGEGANGEN und WENN DAS GEWÄHLTE MEDIKAMENT DIE DOPAMINWIRKUNG BLOCKIERT, VERSCHLIMMERN DIE BEWEGUNGSBESCHWERDEN DEUTLICH → zuerst WIRD NACH INFEKTION, DEHYDRATION, VERSTOPFUNG, SCHMERZEN UND NEUEM MEDIKAMENT GESUCHT.
- NICHTS NACH SCHWIERIGKEITEN BEIM SCHLUCKEN FRAGEN → das Symptom KANN STILLSCHWEIGEND VERLAUFEN: KEIN VERSTENKEN ODER HUSTEN TRETT IMMER AUF und die VERMINDERTE SCHLUCKKRAFT STELLT SICH LANGSAM EIN; ein kleiner Teil der Nahrung GELANGT IN DIE LUFTRÖHRE und DA DER HUSTREFLEX GESCHWÄCHT IST, WIRD DAS NICHT BEACHTET → DAS ERGEBNIS SIND WIEDERKEHRENDE LUNGENINFEKTIONEN UND SIE SIND EINE DER HAUPTTODESURSACHEN BEI DIESEN PATIENTEN.
- KEINE EMPFEHLUNG VON BEWEGUNG UND PHYSIOTHERAPIE.
- NICHT AN EIN MIT MEDIKAMENTEN VERBUNDENES PARKINSONDENKEN → medikamentöse Anamnese sollte durchgeführt werden.
Weiterbehandlung und Verlaufskontrolle
- Green zone
- Patient mit stabilem Zustand, festgelegtem Medikamentenplan, ohne Stürze oder Schluckbeschwerden: geplante neurologische Kontrolle, Abfrage der nicht-motorischen Symptome, Bewegung und Physiotherapie.
- Yellow zone
- Zunehmende Stürze, Freezing, Blutdruckabfall beim Aufstehen, Schluckbeschwerden, Impulskontrollstörungen, neue Wahnvorstellungen, Schwankungen unter Medikation, plötzliches Einschlafen am Tag und Führen von Fahrzeugen, geplante Operation: sofortige neurologische Bewertung und präoperative Medikamentenplanung.
- Red zone
- Fieber, Muskelsteifigkeit, Schwitzen und Bewusstseinsänderung — insbesondere nach Absetzen oder verspäteter Einnahme von Medikamenten: Notfallbewertung (relevantes Protokoll). Patient, der keine Medikamente oral einnehmen kann und dessen Behandlung abgebrochen wurde: sofortige Bewertung. Bewegungsunfähigkeit und Steifheit nach Dopaminblocker-Medikation: Notfallbewertung. Hinweise auf Unfähigkeit zu schlucken, Ersticken und Lungeninfektion: Notfallbewertung (relevantes Protokoll). Kopfverletzung nach Sturz: Notfallbewertung (relevantes Protokoll). Plötzliche Bewusstseins- und Verhaltensänderung: als Delirium sofortige Bewertung (relevantes Protokoll). Unfähigkeit zu urinieren: Notfallbewertung (relevantes Protokoll).
Klinische Kernpunkte
ZUERST LESEN — Medikamentenzeiten und verbotene Medikamente im Krankenhaus
DER HÄUFIGSTE UND AM HÄUFIGSTEN VERMEIDBARE SCHADEN TRITT IM KRANKENHAUS AUF | Auf der Station werden Medikamente zu festgelegten ZEITEN ABGEGEBEN, UND DIESES MUSTER IST BEI DEN MEISTEN MEDIKAMENTEN KEIN PROBLEM: EIN PAAR STUNDEN RUTSCHEN SIND UNBEDEUTEND | DIE SITUATION IST BEI DER PARKINSON-KRANKHEIT ANDERS: DIE WIRKUNG DES VOM PATIENTEN EINGENOMMENEN MEDIKAMENTS IST KURZFRISTIG UND WIRD NACH EINEM PERSONALISIERTEN ZEITPLAN ANGEPASST | WENN EINE DOSIS VERZÖGERT WIRD, KANN SICH DER PATIENT NICHT MEHR BEWEGEN, DAS SCHLUCKEN WIRD BEEINTRÄCHTIGT UND DAS FALLRISIKO STEIGT → DIESES BILD WIRD ALS VERSCHLECHTERUNG DER KRANKHEIT AUF DER STATION ANGESEHEN | PROBLEM ZWEI: WENN DER PATIENT ES AUFGRUND EINER OPERATION ODER SCHLUCKSCHWIERIGKEITEN NICHT ORAAL EINNEHMEN KANN, WIRD DAS MEDIKAMENT VOLLSTÄNDIG EINGESTELLT → PLÖTZLICHES ABSETZEN KANN ZU EINEM TÖDLICHEN BILD MIT FIEBER UND MUSKELSTEIFHEIT FÜHREN (VERWANDTES PROTOKOLL) | ZU TUN: DIE EIGENE AKTE DES PATIENTEN SCHRIFTLICH EINHOLEN UND SIE SO PFLEGEN, WIE SIE IST | CHART ZUM PFLEGEPLAN WECHSELN | ERWÄGEN SIE, MEDIKAMENTE AM BETT ZU ERLAUBEN | PLANEN SIE IM VORAUS FÜR DAS FASTEN VOR UND NACH DER OPERATION | BEHANDLUNGSABBRUCH BEI DENEN, DIE SIE NICHT ORAL EINNEHMEN KÖNNEN, KONSULTIEREN SIE SOFORT DIE NEUROLOGIE FÜR ALTERNATIVE MÖGLICHKEITEN | RETTUNGSMITTEL, DIE MAN VERMEIDEN SOLLTE – WARUM DER FEHLER SO HÄUFIG IST | Übelkeitspatienten ÜBELKEITSMITTEL zu geben und unruhigen älteren Menschen Beruhigungsmittel sind NORMALE und SCHEINBAR RICHTIGE Entscheidungen; DIESE MEDIKAMENTE WERDEN MEHRMALS TÄGLICH IN DER NOTAUFNAHME UND AUF DER STATION VERWENDET EINIGE DAVON WIRKEN JEDOCH, INDEM SIE DIE WIRKUNG VON DOPAMIN IM GEHIRN BLOCKIEREN UND SO DIESEN EFFEKT WEITER VERRINGERN, DER BEREITS BEI DER PARKINSONS-KRANKHEIT FEHLT. DAS ERGEBNIS ERSCHEINT INNERHALB WENIGER STUNDEN: DER PATIENT WIRD STEIF, KANN SICH NICHT MEHR BEWEGEN, UND DIESES BILD KANN TAGELANG ANDAUERN | Wenn der Arzt diese Verbindung nicht herstellt, wird die VERSCHLECHTERUNG auf die KRANKHEIT oder die Erkrankung zurückgeführt, die ZUR KRANKENHAUSEINWEISUNG FÜHRTE | REGEL: VOR DER VERSCHREIBUNG VON MEDIKAMENTEN GEGEN ÜBELKEIT, UNRUHE ODER HALLUZINATIONEN BEI EINEM PARKINSON-PATIENTEN WIRD DIE DIAGNOSE DES PATIENTEN BEDACHT UND DIESER EFFEKT WIRD HINTERFRAGT | TYPISCHE ANTIPSIKOTIKA WERDEN NICHT VERWENDET | SICHERE OPTIONEN UND WIRKSTOFFNAMEN, DIE MAN MEIDEN SOLLTE, SOLLTEN IM INSTITUTIONELLEN PROTOKOLL VALIDIERT WERDEN. DER PATIENT UND SEINE/IHRE ANGEHÖRIGEN WERDEN INFORMIERT UND EINE TRAGBARE INFORMATIONSKARTE WIRD EMPFOHLEN
Das Verpassen der Medikationszeit im Krankenhaus ist der häufigste und vermeidbarste Schaden: Einige Stunden Verzögerung auf der Station sind für die meisten Medikamente unbedeutend, aber bei dieser Erkrankung lähmt eine Dosisverzögerung den Patienten und das Bild wird als verschlechtert angesehen; Plötzliches Aufhören kann tödlich sein. Fehler treten häufig auf, weil Dopamin-blockierende Übelkeit und Beruhigungsmittel reflexartig verschrieben werden; Der Patient wird innerhalb weniger Stunden steif, und diese Verschlechterung wird als Grund für den Krankenhausaufenthalt zurückgeführt.
Abgesehen von Zittern: Blutdruck, Impulskontrolle, Schlucken
NICHT BEWEGUNGSBEDINGTE SYMPTOME, KEINE ZITTERN, BESTIMMEN DIE LEBENSQUALITÄT | Diese Krankheit wird von außen durch TREMOR und LANGSAMKEIT erkannt; Sowohl der Patient als auch seine/ihre Angehörigen erzählen diese, und das INTERVIEW FÜHRT NATÜRLICH HIERHER | ALLERDINGS SIND DIE DINGE, DIE DAS TÄGLICHE LEBEN DES PATIENTEN AM MEISTEN BELASTEN, OFT UNTERSCHIEDLICH: VERSTOPFUNG, DIE SEIT JAHREN ANDAUERT. VERDUNKELUNG DER AUGEN BEIM AUFSTEHEN | NACHTS SCHREIEND AUFWACHEN | STÄNDIGE MÜDIGKEIT und DEPRESSION | Der Patient BETRACHTET SIE NICHT ALS TEIL SEINER KRANKHEIT: ER SIEHT SIE ALS GETRENNTE PROBLEME oder SCHREIBT SIE DEM ALTER zu und ERKLÄRT SIE NICHT VON SELBST, → SIE AUFTRETEN, WENN SIE GEFRAGT WERDEN, UND EIN WESENTLICHER TEIL DAVON KANN BEHANDELT WERDEN | VERSTOPFUNG HAT EINE BESONDERE BEDEUTUNG: SIE VERRINGERT DIE WIRKUNG DER BEHANDLUNG, INDEM SIE DIE AUFNAHME DES MEDIKAMENTS STÖRT | SIE WERDEN BEI JEDER UNTERSUCHUNG EINZELN GEFRAGT: VERSTOPFUNG | BLUTDRUCKABFALL BEIM AUFSTEHEN | SCHLAFSTÖRUNG und SCHREIEN-FLATTERN WÄHREND DES SCHLAFENS | PLÖTZLICHER TAGSSCHLAF (FAHREN!) | DEPRESSION und ANGST | HURINWEGBESCHWERDEN | SABBERN | UNFÄHIGKEIT ZU RIECHEN | SCHMERZ | SCHLUCKSCHWIERIGKEITEN UND GEWICHTSVERLUST | BLUTDRUCK WIRD IM LIEGEN UND STEHEN GEMESSEN — SITZENDE MESSUNG VERBIRGT NUR DIE TABELLE | In der ambulanten Klinik wird der Blutdruck GEMESSEN, WÄHREND DER PATIENT SITZT, ALS NORMAL eingestuft und als NORMAL REGISTRIERT | DAS PROBLEM TRITT JEDOCH SOFORT AUF, SOBALD MAN AUFSTEHT: der Blutdruck sinkt und DAS GEHIRN KANN FÜR EIN PAAR SEKUNDEN NICHT genug Blut bekommen | Der Patient beschreibt es nicht als Schwindel, sondern als "MEINE AUGEN WERDEN SCHWARZ" oder "ICH STOLPERE, WENN ICH AUFSTEHE"; MANCHMAL GEHT ES MIT EINER VORGESCHICHTE VON FÄLLEN EINHER, → WARUM WIRD ES NIE GESUCHT, WENN FALLEN IM ALTER ALS NORMAL GILT | Stationäre und stehende Messung ZEIGT DIESES BILD IN WENIGEN MINUTEN; Auch die Blutdruckmedikamente des Patienten könnten diese Erkrankung verschlimmern und sollten überprüft werden. IMPULSKONTROLLSTÖRUNGEN WERDEN DIREKT GEFRAGT – DIE VERBINDUNG WIRD NICHT VON SELBST HERGESTELLT | Einige Medikamente führen zu GLÜCKSSPIEL, ÜBERSHOPPING, ÜBERESSEN, GESCHLECHTSVERHALTENSÄNDERUNGEN und ZIELLOSEN, SICH WIEDERHOLENDEN BESCHÄFTIGUNGEN | Der Patient SIEHT DIES NICHT ALS SYMPTOM EINER KRANKHEIT: ER BETRACHTET ES ALS PERSÖNLICHE SCHWÄCHE und schämt sich; außerdem, da der Grund für den Arztbesuch TREMOR und GEHEN ist, FINDET ER ES UNNÖTIG, DAS THEMA ANZUSPRECHEN | DIE SITUATION DER FAMILIE IST ANDERS: meistens bemerken sie das Problem, aber sie sagen es einander, nicht dem Arzt, weil sie es nicht mit der Krankheit in Verbindung bringen, → IN DER ZWISCHENZEIT KÖNNEN DIE ERSPARNISSE AUFGEBRAUCHT SEIN UND DIE FAMILIE AUSEINANDERFALLEN | DAS BILD WIRD JEDOCH OFT DURCH DIE ARZNEIMITTELREGULIERUNG ZURÜCKVERDRÄNGT, → FRAGE WIRD OFFEN GESTELLT UND, WENN MÖGLICH, BALD: "HATTEN SIE EIN UNGEWÖHNLICHES INTERESSE AN EINKAUFEN, SPIELEN ODER GLÜCKSSPIELEN?" | "HAT DEINE FAMILIE SICH ÜBER DEINE AUSGABEN BESCHWERT?" | SCHLUCKSCHWIERIGKEITEN WERDEN GEFRAGT — KANN STILL VERLAUFEN | Kann bei Schluckproblemen NICHTS SAGEN, weil VERSCHLUSS oder HUSTEN NICHT IMMER AUFTRETEN und die abnehmende Schluckkraft SICH ALLMÄHLICH FESTIGT | In dieser Zeit GELANGT EIN KLEINER TEIL DER NAHRUNG IN DIE LUFTRÖHRE und da der HUSTREFLEX GESCHWÄCHT IST, wird dieses Entkommen nicht bemerkt → FOLGE SIND WIEDERKEHRENDE LUNGENINFEKTIONEN, und diese gehören bei diesen Patienten zu den Haupttodesursachen | FRAGEN: HUSTEN | HÄNGENBLEIBEN BEIM ESSEN | VERLÄNGERUNG DER ESSENSDAUER | LUNGENINFEKTION IM LETZTEN JAHR | FALLS VORHANDEN, WIRD ZUNÄCHST NACH DER URSACHE GESUCHT: INFEKTION | DEHYDRATION | VERSTOPFUNG | SCHMERZEN | NEUES MEDIKAMENT | SCHLAFLOSIGKEIT → danach wird die DOPAMINERGIE BELASTUNG MIT EXPERTENENTSCHEIDUNG überprüft | BEWEGUNG UND PHYSIOTHERAPIE SIND TEIL DER BEHANDLUNG
Die Lebensqualität wird nicht vom Zittern, sondern von den bewegungsfreien Symptomen bestimmt, und da der Patient diese nicht als Teil der Krankheit ansieht, treten sie nicht auf, solange nicht gezielt danach gefragt wird; Verstopfung beeinträchtigt außerdem die Aufnahme von Medikamenten. Der Blutdruck sollte liegend und stehend gemessen werden, da die Messung im Sitzen den Befund verschleiert und Stürze dem Alter zugeschrieben werden. Impulskontrollstörungen müssen direkt erfragt werden, da der Patient sich schämt und die Familie sie nicht mit der Krankheit in Verbindung bringt. Schluckstörungen verlaufen still und führen zu wiederholten Lungeninfektionen.
Hervorgehobene externe Quellen
- NICE-Empfehlungen zur Parkinson-Krankheit.Medikamente nicht abrupt absetzen, rechtzeitige Verabreichung und Langzeitbehandlung.
- NICE-Levodopa-Qualitätserklärung im Krankenhaus.Verabreichung von Levodopa zur individuellen Zeit und Verzögerungssicherheit.
- Vollständige NICE-Leitlinie zu Parkinson.Umfassendes Management von motorischen und nicht-motorischen Symptomen.
Ausführliche Beurteilung
Klinischer Rahmen
Überblick
Der am häufigsten und am besten vermeidbare Schaden bei Parkinson-Patienten entsteht im Krankenhaus; die Medikamentenzeit ist die Behandlung selbst, und wenn sie an die üblichen Zeiten der Station angepasst oder aufgrund fehlender oraler Einnahme abgebrochen wird, bleibt der Patient bewegungslos, plötzlicher Abbruch kann ein tödliches Bild hervorrufen. Der zweite kritische Punkt ist die Medikamentenauswahl:
Für Übelkeit und Unruhe häufig verwendete Medikamente blockieren die Wirkung von Dopamin und können den Patienten innerhalb von Stunden ans Bett fesseln. Die Lebensqualität wird nicht vom Zittern, sondern von den bewegungsfreien Symptomen bestimmt, und da das Gespräch auf das Zittern fokussiert ist, werden sie nicht abgefragt.
Einige Medikamente führen zu Impulskontrollstörungen, und der Patient berichtet dies nicht von sich aus. Falls vorhanden, muss zunächst nach der intervenierenden Ursache gesucht werden.
Differenzialdiagnose und Bewertung
Zu bedenken
- Parkinsonismus durch Medikamente ist das häufigste verwechslungsträchtige Bild.
- Essentieller Tremor wird anders behandelt.
- Vaskulärer Parkinsonismus sollte bewertet werden (entsprechendes Protokoll).
- Normaldruck-Hydrozephalus sollte in Erwägung gezogen werden.
- Lewy-Körper-Demenz verhält sich mit Frühsymptomen.
- Atypische Parkinsonismusformen führen früh zu Stürzen.
- Depression kann mit Verlangsamung verwechselt werden (entsprechendes Protokoll).
- Hypothyreose sollte bewertet werden (entsprechendes Protokoll).
- Zervikale Myelopathie führt zu Gangstörungen.
- Ein B12-Mangel sollte untersucht werden.
Klinische Entscheidungslogik
Warum ist es wichtig?
Bei dieser Krankheit entstehen die größten vermeidbaren Schäden durch außerklinische Entscheidungen. Erster und wichtigster Punkt ist die Einhaltung der Medikamentenzeit im Krankenhaus.
Zweiter Punkt ist, dass ein plötzliches Absetzen tödlich sein kann. Dritter Punkt ist, dass Medikamente, die die Dopaminwirkung blockieren, reflexartig verschrieben werden.
Vierter Punkt ist, dass die Lebensqualität durch die bewegungsunabhängigen Symptome bestimmt wird. Fünfter Punkt ist, dass die Ursache für Stürze unsichtbar bleibt, weil der Blutdruck nicht im Stehen gemessen wird.
Sechster Punkt ist, dass Kontrollstörungen von Impulsen nur dann auftreten, wenn gezielt gefragt wird. Siebter Punkt ist, dass bei Halluzinationen zuerst nach einer zwischenliegenden Ursache gesucht wird.
Letzter Punkt ist, dass Schluckbeschwerden still verlaufen.
Komplikationen und Sicherheit
Kritische Komplikationen
- Es kann ein Fieber- und Muskelsteifigkeitsbild aufgrund des Absetzens des Medikaments auftreten (relevantes Protokoll).
- Stürze, Brüche und Kopfverletzungen treten auf (relevantes Protokoll).
- Durch Schluckbeschwerden kommt es zu Aspiration in die Lunge und zu Pneumonie (relevantes Protokoll).
- Beim Aufstehen kommt es infolge eines Blutdruckabfalls zu Ohnmacht und Verletzungen.
- Aufgrund von Impulskontrollstörungen treten finanzielle und soziale Schäden auf.
- Halluzinationen und Wahnvorstellungen entwickeln sich.
- Demenz tritt hinzu (relevantes Protokoll).
- Verstopfung und Darmverschluss treten auf.
- Mangelernährung und Gewichtsverlust treten ein.
- Dekubitalgeschwüre und bewegungsbedingte Probleme entwickeln sich.
Besondere Patientengruppen
Anders zu bewerten
- Bei hospitalisierten Patienten sollte der Medikamentenplan unverändert fortgesetzt werden.
- Bei geplanten Operationen sollte der Medikamentenplan vorher erstellt werden.
- Bei Patienten, die nichts oral einnehmen können, sollte ein alternativer Weg dringend geplant werden.
- Bei Patienten in Pflegeheimen sollten die Medikationszeiten überwacht werden.
- Bei Patienten, die ein Fahrzeug führen, sollte plötzlicher Tagesschlaf abgefragt werden.
- Bei Patienten mit beginnender Demenz wird die Medikamentenlast neu bewertet (relevantes Protokoll).
- Bei Personen mit Sturzerfahrung sollte die Knochengesundheit beurteilt werden.
- Bei Alleinlebenden sollten Medikamenten-Compliance und Sicherheit zusätzlich geplant werden.
- Bei Patienten mit jungem Beginn wird das Risiko für Impulskontrollstörungen besonders beachtet.
Überwachung und Neubewertung
Überwachungsplan
Das Parkinson-Monitoring sollte nicht nur anhand der Bewegungsbefunde durchgeführt werden. Bei jeder Kontrolle sollten der Medikamentenplan und die Schwankungen der Wirkung im Tagesverlauf erfragt sowie überprüft werden, ob der Patient seine eigenen Zeiten einhalten kann.
Nicht-motorische Symptome sollten einzeln abgefragt werden: Verstopfung, Schlaf, Einschlafen am Tag, Stimmung, Harnbeschwerden, Speichelfluss, Schmerzen und Schlucken.
Der Blutdruck sollte liegend und stehend gemessen werden. Stürze, Blockaden und die Sicherheit zu Hause sollten bewertet werden.
Impulskontrollstörungen sollten direkt und, wenn möglich, auch den Angehörigen gegenüber erfragt werden. Schluckbeschwerden, Gewicht und wiederkehrende Lungeninfektionen sollten überwacht werden.
Bewegung, Physiotherapie und Sprachtherapie sollten fortgeführt werden. Wenn eine Aufnahme oder Operation geplant ist, sollte der Medikamentenplan vorher schriftlich übermittelt werden.
Dem Patienten und seinen Angehörigen sollten Medikamente erklärt werden, die vermieden werden müssen, und eine tragbare Informationskarte empfohlen werden. Warnzeichen sollten angegeben werden; Fieber und Muskelsteife, Unfähigkeit, Medikamente einzunehmen, Schluckprobleme, Verschlechterung nach Stürzen und plötzliche Bewusstseinsänderungen erfordern sofortige Vorstellung.